Wir sind angekommen! Es ist nun 20:08 Uhr Ortszeit (02:00 früh bei euch). Nach dem Verabschieden gestern in der Loungerie sind wir leider dann doch erst gegen 01:00 Uhr früh ins Bett gekommen. René und ich haben uns irrtümlicherweise gleich das Doppelbett geteilt (Foto folgt), obwohl noch eines da gewesen wäre, aber wir haben es (knapp) überlebt.
Tagwache war dann gleich drei Stunden später um 04:00 Uhr früh. Aufstehen, alles einpacken und ab nach München. Die erste Überraschung folgte gleich auf der A25, als uns (ohne Scheiß!) ein Geisterfahrer entgegenkommt. Nun waren wir natürlich munter. In der Rekordzeit von 2:30 Stunden landen wir auch schon am Flughafen München (Parkplatz kostet für 14 Tage übrigens “nur” 64 Euronen). Mit dem Shuttlebus begeben wir uns zum Terminal 2 und checken ein. Das ganze Prozedere ist doch relativ aufwändig (erinnert an die besten Zeiten bei der El-Al), doch wir kommen ohne Probleme durch. Leider keine Smoking-Area mehr in Aussicht, im Duty-Free-Shop bekommen wir keine Produkte, weil wir keine Bordkarte besitzen. Weiter gehts zum Gate, immer Reisepass herzeigen (das ganze ca. 1000x).
In der United Airlines Flug 903 (Triple-7) ists eigentlich ganz gemütlich. Leider sitzen wir nicht ganz beieinander, aber das Multimediacenter entschädigt. Als Topfilm erwartet uns “No country for old men”. Leicht brutal, aber nicht übel. Größte Attraktion natürlich bei der Essensausgabe. Während wir Chicken futtern, erhält René sein vegetarisches Weckerl mit Tomaten. Besser gehts nicht.
Zwei Filme und starke Turbulenzen später sind erst zwei Drittel vom Flug überstanden. Dafür entschädigt ein tolles Lunchpaket. Natürlich nicht für René, der noch immer als Vegetarier behandelt wird. Nach einer braven Landung beginnen auch für uns als Durchreisende die strengen Sicherheitskontrollen (Fingerabdruck, hunderte Fragen), aber wir überstehen auch diese Hürde. Nach 10 Stunden endlich die erste Smoking Lounge. Hier kommt man auch ohne Zigarette zum Nikotin.
Nach einem $6.79 Burrito checken wir gleich wieder weiter zu unserem Torontoflug. Im Vergleich zur 777 eher enttäuschend. Im Prinzip ein 50er-Schicht-Bus mit Flügel. Zuerst wieder Sicherheitskontrolle verschärft, danach müssen Klaus und ich zum Sondercheck. Im Flieger treffen wir auch zwei Salzburger, die Mitzis Heimkollegen besuchen. Sachen gibts.
Am Flughafen erwartet uns ein pünktlicher Mitzi, der uns kurz in die Gepflogenheiten der Kandier einweiht. Mit Bus und Subway gehts dann auch schon Richtung Heim und dann weiter zu unserem Hostel. Hier die große Überraschung: Unser Hostel ist einfach eine geile Bude. Rustikal ohne Ende. Wie in “Hostel”. Nur ohne den Rest.
Derzeit erfrischen wir uns ein wenig, danach probieren wir nach 24 Stunden auf den Beinen und ohne Gefühl für irgendwelche Uhrzeiten unser erstes kanadisches Bier.
Fazit: Wir sind im Winter in ein noch kälteres Land gefahren. Krank.